Besichtigung

Der Allgegenwart der Zitadelle und den sterilen Ereignissen, an die sie erinnert, steht der fruchtbare Ausdruck eines Gartens gegenüber. Die vorrangige Aufgabe des Gartens für den Frieden besteht darin, Begegnungen und einen fruchtbaren Austausch rund um das wesentliche Werk der Pflanzen- und Lebewesenpflege zu fördern.

Seit seiner Gründung im Jahr 2003 hat sich der Garten des Friedens zu einem symbolträchtigen Ort entwickelt, an dem sich kreative Talente mit einem Hauch von Engagement für Biodiversität und nachhaltige Entwicklung verbinden.

Der Garten des Friedens verdankt seine Entstehung auch einer Politik der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen dem deutschen Bundesland Saarland, dem Großherzogtum Luxemburg und dem Departement Moselle. Aus dieser Dynamik entstand 1998 das Netzwerk „Jardins sans limites“. In Bitche bestand die Herausforderung darin, eine ehemalige Militärparadefläche, die von der Stadt zur Zitadelle führte, in einen zeitgenössischen Garten umzugestalten. Zudem galt es, eine Qualitätscharta zu erfüllen, die die Stadt verpflichtete, den Jardin pour la Paix zu einem Vorzeigeprojekt in Sachen Landschaftsgestaltung, ökologischer Relevanz und Angeboten für die Öffentlichkeit zu machen.

Auf einer Länge von vierhundert Metern und einer Fläche von etwa einem Hektar bietet dieser Garten eine Abfolge von abwechselnd offenen und geschlossenen Bereichen, die sich harmonisch um einen Rundweg mit Aussichtspunkten gruppieren. Diese ungewöhnliche Anordnung erwies sich als ideal für unzählige landschaftliche Variationen und bietet dem Besucher ebenso

Hunde sind im Garten nicht erlaubt.

Neuheit 2026: Extra-poulations.

Jardin n°6

Schluss mit dem FKK-Camping, hier kommt die stolzeste Station der Tour! Die Gärtner des „Jardin pour la Paix“ nutzen alte Riesentöpfe und Zäune, um einen Hühnergarten neu zu gestalten, in dem die Hühner auf dem Rasen ihr Unwesen treiben.

Indem sie die Kulisse von gestern wiederverwenden, pflegen sie den Geist von heute: Genügsamkeit, Respekt vor dem Leben und ländlichen Humor. Die Hühner, die Königinnen dieses nachhaltigen Hühnerhofs, erinnern daran, dass ein leerer Topf kein Verlust ist, sondern ein Versprechen: das Versprechen, der Erde die Erde zurückzugeben. Um sie herum bilden gefiederte Farne, Anemonen, Sedum, Pfingstrosen und Hortensien einen üppigen Teppich, auf dem jedes Blatt mit den Flügeln der Natur schlägt. Hier pickt das Leben nach Poesie, und nachhaltige Entwicklung nimmt den Charakter einer ländlichen Melodie an: Nichts geht verloren, alles wird neu gepflanzt, alles wird erträumt.